Pilz für Gscheidhaferl

Etwa 70.000 bis 100.000 Pilzarten wurden bislang entdeckt. Dabei werden sie in die Kategorien Speise-, Gift und Schimmelpilze eingeteilt. Wissenschaftler vermuten, dass weltweit bis zu fünf Millionen Arten existieren. Nach den Insekten sind Pilze demnach die artenreichste Gattungsgruppe.

Sammler interessieren die sogenannten Großpilze. In Mitteleuropa gibt es um die 4.000 Arten. Davon sind
rund 600 Pilzsorten essbar.

Pilze kommen auch als Einzeller oder als Geflecht aus fadenförmigen Zellen vor. Die bekanntesten einzelligen Nutzpilze findet man in Bier- oder Backhefe. Beispielsweise sind sie für den Reifeprozess von Käse von großer Bedeutung.

Pilze heilen. Besonders in der asiatischen Medizin haben Pilze einen hohen Stellenwert. Der Shiitake-Pilz soll unter anderem bei Erkältungskrankheiten oder bei einer Grippe helfen. Der Pom-Pom oder Affenkopfpilz lindert Magenentzündungen und der Judasohr-Pilz entgiftet und lindert Allergien.

Auch das größte Lebewesen der Welt ist ein Pilz. Ein Riesenhallimasch, der seit etwa 2.000 Jahren im Boden des „Malheur Nationalparks“ in Oregon wächst. Der oberirdische Fruchtkörper des Hallimasch Pilzes wird gerade mal zwölf Zentimeter groß. Unter der Erde jedoch hat sich der Pilz auf eine Fläche von neun Quadratkilometern ausgebreitet. Dies entspricht der Größe von 1.200 Fußballfeldern.

Vom Arme-Leute-Essen zur Delikatesse. Die Redensart „Keinen Pfifferling wert" stammt aus dem Mittelalter. Pfifferlingen gab es damals wohl in Hülle und Fülle. Und somit waren sie nicht viel wert.