Was versteht man unter Superfood?

Auch wenn der Begriff „Superfood“ vor allem im angelsächsischen Bereich bereits seit vielen Jahrzehnten Verwendung findet, erfreut er sich in jüngster Zeit auch hierzulande immer größerer Beliebtheit und wurde zur Grundlage einer ganzen Ernährungsbewegung. Dabei ist bis heute nicht wirklich geklärt, was Superfood eigentlich ist. Eine wissenschaftliche Definition gibt es jedenfalls nach wie vor nicht. Einig ist man sich allerdings darüber, dass Superfood über mehr Nährwerte und Vitalstoffe verfügt als andere Lebensmittel.

Wirksamkeit von Superfood

Aber auch wenn die Bestandteile einzelner Superfoods besonders gesund sind, ist ihre Wirkung auf den menschlichen Körper nicht unumstritten. Zwar belegen wissenschaftliche Untersuchungen den positiven Einfluss bestimmter Superfoods. Ob diese unter Laborbedingungen gewonnenen Erkenntnisse allerdings einfach auf die Realität übertragen werden können, ist unklar. Eines gilt aber als sicher: Schädlich ist der Genuss von Superfood nicht – und lecker noch dazu.

Der Blick in den heimischen Garten

Durch den Superfood-Siegeszug fanden sich plötzlich exotische Produkte wie Acai-Beeren, Chia-Samen, Afa-Algen oder Goji-Beeren in den Auslagen entsprechender Geschäfte. Dabei ist gerade die Goji-Beere keine Unbekannte. Allerdings kennt man sie hierzulande vor allem unter dem weniger ansprechenden Namen „Gemeiner Bocksdorn“. Doch ganz allgemein muss der Superfood-Fan nicht unbedingt in die Ferne fahren oder viel Geld für seltene Pflanzen ausgeben. Denn auch die Ernte im heimischen Garten wartet mit einigen Superkräften auf, etwa bei den Heidelbeeren.

Apfel

Die Briten wissen es schon lange: „An apple a day keeps the doctor away.“ Dennoch wird das Obst immer noch unterschätzt. Dabei kennt den Apfel nicht nur buchstäblich jeder – 23 bis 25 kg verspeist jeder Deutscher im Schnitt pro Jahr –, er ist auch reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Ein Großteil seiner positiven Inhaltsstoffe trägt der Apfel allerdings direkt unter seiner Schale. Deswegen sollte man ihn auch nicht schälen, sondern besser zu unbehandelten Exemplaren greifen und ihn gründlich waschen.

Sanddorn

Die orangenen Früchte des Sanddornbusches sind nicht nur köstlich sauer, sondern auch sehr reich an Vitamin C. Sie enthalten zehnmal so viel davon wie etwa Zitronen. Allerdings können die Früchte des Sanddorns nicht roh gegessen werden, sondern müssen vor dem Verzehr erhitzt werden. Der Sanddornsaft wirkt entzündungshemmend und beugt Arteriosklerose vor. Für Veganer ist er besonders interessant, da die Sanddornfrucht zu den wenigen Pflanzen gehört, die Vitamin B12 enthalten. Die in ihnen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sorgen zudem dafür, dass das Vitamin gut vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann.

Grünkohl

Nach wie vor hat der Grünkohl in Deutschland unter seinem Ruf als einfache Beilage deftiger Wurstspezialitäten zu leiden. Kein Wunder, dass seine enormen inneren Werte dabei oft unerkannt bleiben. Erst in jüngster Zeit erlebte der Grünkohl sein Revival unter anderem als Zutat grüner Smoothies. Interessanterweise ging er dabei den Umweg über die USA, wo er sich seit einiger Zeit unter dem Begriff „Kale“ steigender Beliebtheit erfreut, ebenso wie als Bestandteil hipper Neukreationen. Als klassisches Wintergemüse ist er Lieferant wichtiger Nährstoffe für die kalten Monate: Er enthält Aminosäuren, Folsäure, Provitamin A, die Vitamine C, B, E, K, viele gesunde Mineral- und Ballaststoffe sowie Chlorophyll und Omega-3-Fettsäure. Grünkohl hilft bei altersbedingtem Augenleiden und gegen Magengeschwüre, senkt den Cholesterinspiegel, unterstützt die Prävention von Krebserkrankungen und wirkt entzündungshemmend.

Hier geht's zum Knusper-Grünkohl.

 

 



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