Süß und gesund

Birnen sind bekömmlich für Groß und Klein: Mit gerade einmal ein bis drei Gramm Fruchtsäure pro Kilogramm ist das Kernobst vor allem für Babys und säureempfindliche Menschen geeignet. Im Vergleich hierzu enthalten Äpfel mit rund vier bis 15 Gramm Säure pro Kilogramm deutlich mehr Säure. Dank ihres hohen Kaliumgehalts wirkt die Birne entwässernd und kann zur Linderung von Nieren- und Blasenproblemen beitragen. 

Gute-Laune-Frucht

Unglaublich, aber wahr: Mit ihren hormonähnlichen Substanzen machen Birnen sogar glücklich, denn sie kurbeln die Produktion von Glückshormonen im Körper an. Die B-Vitamine der Birne begünstigen außerdem den Abbau von Homocystein, einer Aminosäure, die negative Auswirkungen auf Gehirn und Organismus hat. Somit hat die Frucht auch einen positiven Effekt auf die Gehirnleistung.

Mit Birnen durch das Jahr

Birnensorten lassen sich in Sommerbirnen und in Herbst- bzw. Lagerbirnen einteilen. Aufgrund moderner Lagertechnik sind heimische Birnen bis Mai verfügbar.


Sommerbirnen: Sie werden im August und September geerntet und sollten sofort verbraucht werden. Zu den bekanntesten Sorten zählen die „Bunte Julybirne“, die sowie die „Frühe von Trévoux“.


Herbstbirnen/Lagerbirnen: Je nach Region und Witterung sind sie zwischen September und Dezember erntereif. Die beliebtesten Sorten wie die „Vereinsdechantsbirne“, die „Köstliche von Charneux“, die „Conference“, die „Alexander Lucas“ , die „Gelbe Williams Christ“ sowie die weniger bekannte „Rote Williams Christ“ und „Xenia“ (auch „Novemberbirne“ genannt) mögen gut geschützte Lagen und Weinklima.


Nicht zu reif beim Kauf

Beim Einkauf gilt für die Birne: Zu reif sollte sie nicht sein. Das lässt sich ganz einfach überprüfen, auf Fingerdruck sollte sie nur ganz leicht nachgeben. Der Reifegrad lässt sich auch über die Farbe bestimmen. 

Kälte und Einsamkeit

Wärme und Licht lassen Birnen schnell überreif werden – und auch ihre wertvollen Inhaltsstoffe verlieren sie rascher. Außerdem sollten sie nie mit anderen Früchten im Obstkorb liegen, vor allem nicht mit Äpfeln – diese enthalten Ethylen und lassen sie schneller schlecht werden. Um den Reifeprozess zu verlangsamen, empfiehlt es sich, Birnen im Gemüsefach des Kühlschranks zu lagern.


Birne für Gscheidhaferl

Die Birnen zählen zu den Kernobstgewächsen in der Familie der Rosengewächse und wurden schon vor rund 3.000 Jahren in Griechenland kultiviert. Die meisten ihrer Vitamine verbirgt die Frucht unter ihrer Schale. Ihr Vitamin-C-Gehalt deckt etwa sieben Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Sie liefert darüber hinaus viele wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kupfer, Jod, Magnesium, Phosphat und Zink.
Trotz des enthaltenen Zuckers können Birnen Komponenten einer gesunden Diabetes-Kost sein. Darüber hinaus können die sekundären Pflanzenstoffe der Birne Krebserkrankungen vorbeugen und dabei helfen, Fettablagerungen in den Blutgefäßen zu dezimieren. Dadurch lässt sich das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen verringern.