Volksmusik trifft Salsa!

Die bayerische Musiktruppe „Die CubaBoarischen“ rockt mit ihrer Mischung aus traditioneller Blasmusik und südamerikanischen Klängen – und zwar vom Voralpenland bis nach Havanna. Welche Verbindung die Band zur Landwirtschaft hat, verrät sie im exklusiven Interview mit dem Unsere Bayerischen Bauern e. V.

Unsere Bayerischen Bauern e. V.: Bereits im Bandnamen „Die CubaBoarischen“ wird die Verbindung von der bayerischen Heimat zu Kuba deutlich. Uns interessiert: Welchen Bezug haben die CubaBoarischen zur heimischen Landwirtschaft?
Die CubaBoarischen: Wir stammen alle aus dem Örtchen Vagen im schönen Mangfalltal und fühlen uns mit unserer Heimat – und auch der heimischen Landwirtschaft – stark verbunden. Nicht zuletzt weil unser Bandmitglied Peter nebenberuflich in seinem Bio-Betrieb Elefantengras zur Energieerzeugung anbaut. Auch bei unseren Reisen nach Kuba haben wir über die Jahre ein Gespür für die regionale Landwirtschaft – wie den Anbau von Zuckerrohr oder Tabak – und Fischerei entwickelt und vor Ort erfahren, wie viel Arbeit und Know-how in jedem Produkt steckt.

Unsere Bayerischen Bauern e. V.: Wie hat sich das Bewusstsein der Band für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Zuge ihrer Tour-Reisen verändert? Und wie sieht die Verpflegung „auf Achse“ aus, ist Regionalität beim Essen umsetzbar?
Die CubaBoarischen: 2005 haben wir zum ersten Mal als „Die CubaBoarischen“ auf Kuba gespielt, seitdem zieht es uns jährlich in die Karibik. Über die Jahre haben wir die lateinamerikanische Kultur kennen und lieben gelernt, doch einen Überschuss an Lebensmitteln gibt es auf der Insel nicht. So genießen wir den frisch gefangenen Fisch aus dem Meer auch viel bewusster – und wissen dabei, wo er herkommt. Beim Catering ist das leider schwieriger, da wir darauf häufig keinen Einfluss haben. Doch auch unser Bewusstsein für die bayerische Landwirtschaft hat sich dadurch verstärkt. Die Fähigkeiten, die Erfahrungen und das Herzblut der Bauern, die sie Tag für Tag in ihre Arbeit einbringen, sind außerordentlich.

Unsere Bayerischen Bauern e. V.:
  Auf welche Qualitätssiegel und Herkunftsangaben achtet die Band privat beim Einkauf von Lebensmitteln?
Die CubaBoarischen: Ein Bekannter von uns aus Vagen ist Metzger. Wenn wir daheim sind, kaufen wir das Fleisch ausschließlich bei ihm. Regionalität ist uns besonders wichtig, daher verzichten wir – je nach Jahreszeit – auch gerne auf bestimmte Produkte, die gerade nicht angeboten werden. Stammkunden sind wir auch in der Demeter-Bäckerei in Vagen – da schmecken die Semmeln und Brezen besonders lecker und auch dem Gewissen tut das gut.
 
Unsere Bayerischen Bauern e. V.: Exklusiv für die Kampagne „Für alle nah – Unsere Bayerischen Bauern“ hat die Band ihren Hit „Schwiegermutter, tanz amoi!“ umgetextet und neu eingesungen. Was ist der Hintergrund der Neuinterpretation?
Die CubaBoarischen: Gemeinsam mit unserem Freund und Liedermacher Werner Meier haben wir dem Song einen neuen Charakter verliehen. „Bäuerin, mei bist du schee!“ ist eine Ode an die Landwirtin und beschreibt dabei – kurzweilig und mit unserem gewohnten Mix aus Volksmusik und südamerikanischen Klängen – das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof. Wir stehen voll hinter unserer Neuinterpretation und freuen uns, wenn unsere Fans und die bayerischen Bauern gleichermaßen dazu das Tanzbein schwingen.