Was man braucht

Für den Beruf des Brenners wird kein besonderer Schulabschluss vorausgesetzt. Angehende Brenner sollten jedoch gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern mitbringen. Besonders wichtig ist das Unterrichtsfach Chemie, damit man leichter die grundlegenden Prozesse der Alkoholgewinnung versteht. Obwohl das Handwerk des Brenners eine sehr lange Tradition besitzt, sind in Großbetrieben viele Abläufe automatisiert. Die Arbeitgeber erwarten daher von den künftigen Auszubildenden auch gute EDV-Kenntnisse.

Was man lernt

Die duale Berufsausbildung zum Brenner dauert in der Regel drei Jahre (wer Abitur oder bereits einen Berufsabschluss hat, kann verkürzen). Neben der Ausbildung in der Brennerei besuchen die Lehrlinge blockweise die Berufsschule.
Typische Ausbildungsbetriebe sind Alkoholbrennereien, Essig- oder Spirituosenhersteller. Die Ausbildung beinhaltet unter anderem die Prüfung und Einlagerung der angelieferten Rohstoffe, das Bedienen und Warten der Brennerei-Anlagen sowie das Vergären der Maischen und das Destillieren des Rohbrandes oder das Verwerten der Schlempe (Rückstände einer Destillation).

Wie es weitergeht

Nach erfolgreich beendeter Ausbildung und zweijähriger Berufspraxis kann die Prüfung zum Landwirtschaftlichen Brennmeister abgelegt werden. In den Betrieben sind dann Werkstätten, Produktionshallen, Labore, Abfüllstationen sowie der Vertrieb die Einsatzorte des Brennmeisters. Wer auf seiner Meisterprüfung aufbauen möchte, kann mit der entsprechenden Zugangsberechtigung einen Agrar-Studiengang mit technischer oder wirtschaftlicher Ausrichtung (zum Beispiel Brauerei- und Getränketechnologie) an einer Fachhochschule oder Universität belegen.