Ausbildung zum Fischwirt

Was man braucht?

Wer als Berufsfischer frischen Fisch fangen oder produzieren will, muss nicht zwangsläufig Fritz heißen. Die angehenden Fischwirte sollten vielmehr körperlich leistungsfähig und belastbar sein. Denn Fischer arbeiten die meiste Zeit im Freien sowie in nicht beheizten Brut- oder Schlachträumen. Sie sollten Interesse an den Themen Biologie sowie im weiteren Sinne auch in den Fächern Chemie, Physik sowie Mathematik haben. Außerdem brauchen Fischwirte für die Instandhaltung der Fangausrüstung sowie Fischzucht- und Haltungseinrichtungen handwerkliches Geschick.

Was man lernt?

Die duale Ausbildung (Betrieb und Berufsschule) zum Fischwirt mit den Fachrichtungen  „Aquakultur und Binnenfischerei“ sowie „Kleine Küsten- und Hochseefischerei“ geht üblicherweise über drei Jahre. Die Ausbildungsinhalte sind unter anderem: Bewirtschaftung von Gewässern und Fischbeständen, Vermehrung, Aufzucht, Haltung und Fang von Fischen, Wartung und Reparatur von Fischereiwerkzeugen und -maschinen, Fischtransport, -verarbeitung und -vermarktung sowie einschlägige rechtliche Vorgaben wie Fischerei- und Wasserrecht. Die Ausbildung zum Fischwirt ist in einer Verordnung bundeseinheitlich geregelt.

Wie es weitergeht?

Nach erfolgreicher Ausbildung und zweijähriger Berufspraxis kann die Prüfung zum Fischwirtschaftsmeister abgelegt werden. Meister führen dann eine Fischzucht oder einen Fischereibetrieb und dürfen Lehrlinge ausbilden. Geprüfte Berufsfischer oder Teichwirte können aber auch eine zweijährige Fortbildung zum Techniker der Fachrichtung Lebensmitteltechnik (Schwerpunkt: Verarbeitungstechnik) absolvieren. Die Techniker planen und überwachen die Produktionsabläufe bei der Lebensmittelverarbeitung. Mit den entsprechenden Zugangsbedingungen ist auch ein Studium möglich. Fachrichtungen sind hier zum Beispiel „Agrarwissenschaften“, „Agrarmanagement“, „Aquakultur“ oder „Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften“.

Weitere Informationen zu Ausbildung & Co. beim Institut für Fischerei