Steckbrief

Petroselinum crispum heißt die Petersilie, das wohl bekannteste Kraut in deutschen Küchen, mit lateinischem Namen. Seinen Ursprung hat das dunkelgrüne Gewächs im südlichen Europa, doch gelangte es schon früh über die Alpen in nördliche Breiten, wo es sich dem kühleren Klima durchaus gewachsen zeigte. Petersilie gehört zu den zweijährigen Gewächsen: Im ersten Jahr bildet es Wurzel und Blattrosette aus, im zweiten einen bis 60 cm hohen Blütenstängel mit gelbgrünen Blütendolden.

Anbau und Ernte

Petersilie gibt es zwei Varianten: mit glatten oder mit krausen Blättern. Beide lassen sich gleich verwenden – und beide haben ihre Fans. Die glattblättrige Sorte ist jedoch etwas kälteempfindlicher. Petersilie lässt sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten ab Mitte März einfach selber aussäen. Voraussetzung ist lediglich ein nährstoffreicher, tiefgründiger und ausreichend feuchter Boden. Im zweiten Jahr können dann von kräftigen Pflanzen laufend frische Blätter geerntet werden, die man auch wunderbar einfrieren kann. Petersilie lässt sich auch gut in Töpfen auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett ziehen.

Verwendung in der Küche

Die frischen, getrockneten oder tiefgefrorenen Blätter verleihen zahlreichen Gerichten ein würziges Aroma und einen Klecks Farbe. Ob Kräuterquark, Bratkartoffeln oder Eintopf: Mit Petersilie kann man einfach nichts falsch machen. Aber Achtung: Bitte nicht mitkochen, sonst verliert das Würzkraut Geschmack, Farbe und gesunde Inhaltsstoffe. Bei Wurzelpetersilie werden auch die Wurzeln geerntet und zum Beispiel als würzendes Suppengemüse verwendet.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Schon Griechen und Römer wussten um die gesunden Inhaltsstoffe der Petersilie. Das Kraut enthält viel Vitamin C, wirkt blutreinigend und blutbildend. Außerdem hat es einen harntreibenden Effekt. Frischer Petersiliensaft ist entzündungshemmend – innerlich wie äußerlich angewandt. Auch das ätherische Öl der Pflanze findet Anwendung bei verschiedenen Beschwerden, insbesondere der Verdauungsorgane. Doch Vorsicht: Isoliertes Petersilienöl kann Leber und Nieren schädigen und wirkt abtreibend. Eine Überdosierung beim normalen Einsatz von Petersilie ist aber praktisch nicht möglich.

Extra-Tipp

Klärendes Gesichtswasser

Für ein erfrischendes Tonikum mit entzündungshemmender Wirkung eine Handvoll gehackte Petersilie und eine Teebeutel Pfefferminztee mit einer Tasse heißem Wasser übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend abseihen und bis zur Verwendung kühl stellen.

Die Diskussion zum Thema auf Facebook