Jetzt wird wieder gegrillt!

Wir grillen wir aus tausend Gründen: Weil es großartig schmeckt. Weil es gesellig ist. Weil es so schön nach Sommer duftet. Weil man beim Essen ohne Tischdecken und Silberbesteck auskommt.
Und das Beste: Die bayerische Landwirtschaft erzeugt eine so große Vielfalt an frischen, gesunden und wohlschmeckenden Lebensmitteln, dass wir nur noch eins tun müssen: zugreifen.

Das perfekte Steak

Die einen mögen es eher blutig, die anderen medium, und die dritten gut durch. Die Rede ist vom Steak. Doch welches Fleischstück ist am besten geeignet? Generell gilt: Ist das Fleisch zart marmoriert, schmeckt es aromatischer – denn Fett ist ein Geschmacksträger. Unsere Bullenmästerin Franziska Klenkert schwört auf gut abgehangenes Roastbeef. Das Roastbeef ist ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind zwischen der Hochrippe und der Hüfte. Aus ihm werden verschiedene Steaks geschnitten, wie z. B. Entrecôte, Rumpsteak oder T-Bone-Steak. Aber natürlich kann man auch andere Teilstücke vom Rind auf den Rost legen, zum Beispiel Hochrippe, Nacken oder Brust. Eine Marinade macht das Fleisch aromatisch und saftig. Alles weitere zur Fleischkunde gibt es hier.

Tipps von der Expertin:
Marinieren: Fleisch mit der Marinade einreiben bzw. übergießen und luftdicht einige Zeit ziehen lassen. Vor dem Grillen die Marinade gut abtropfen lassen.

Messen: Der Garzustand lässt sich am genauesten mit einem Grillthermometer überwachen. „English Rare“ ist bei einer Kerntemperatur von 48 - 52° C, „medium“ bei 55 - 58 °C und „well done“ bei 65 - 68°C fertig. Roastbeef benötigt eher die oberen Werte, Rinderfilte die unteren.

Abwarten: Fleisch anschließend kurz ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft verteilt.

Genießen: Fertig würzen und auf warmen Tellern servieren. An Guadn!

Grill-Rezepte mit Fleisch:
Mariniertes Rindfleisch

Fleischspieße mit scharfer Grillsoße

Fisch - die leichte Alternative

Es muss nicht immer Fleisch sein. Fisch ist eine leichte und beliebte Alternative. Doch welcher Fisch macht sich am besten auf dem Rost? Und was sind die goldenen Regeln bei der Zubereitung? Wir haben Fischzüchter Alfred Stier nach seinen Tipps gefragt.

Welcher Fisch eignet sich für den Grill?
Für den Rost sind vor allem die forellenartigen Fische ideal, zum Beispiel Bachforelle, Regenbogenforelle, Lachsforelle oder Saibling. Man kann sie im Ganzen grillen oder in der Blitzversion – als Filet.

Was muss man beim Grillen beachten?
Da Fisch leicht zerfällt, sind sind wiederverwendbare Grillschalen oder Grillmatten eine gute Unterstützung. Für ganze Fische kann man auch einen Fischbräter benutzen – mit ihm lässt sich das Gargut problemlos wenden und klebt nicht fest.

Und wie schmeckt‘s am besten?
Ich fülle den ganzen Fisch mit frischen Kräutern und ein paar Zitronenscheiben. Grobes Meersalz oder Kräutersalz runden den Geschmack ab. Gut ist auch eine Marinade aus Öl, Zitrone und verschiedenen Gewürzen. Als Beilage bietet sich eigentlich jede Art von Gemüse an.

Was ist Ihr Favorit?
Am liebsten grille ich eine saftige Regenbogenforelle bei sanfter Hitze auf dem Kugelgrill. Das dauert zwar rund 20 Minuten – aber es lohnt sich!

Fisch-Rezepte zum Grillen:
Gegrilltes Fischfilet

Bunte Fischspieße

Knackig, frisch, gesund: Gemüse!

Gemüse auf dem Grill? Na klar! Auch beim Grillen steigt die Lust auf knackige Vielfalt und Frische. Und das Gemüse muss sich längst nicht mehr auf seine Rolle neben der Glut – wahlweise als Kartoffel-, Tomaten-, Gurken- oder gemischter Salat – beschränken. Es geht auch auf dem Rost. Besonders beliebt sind gegrillte Zucchini, Paprika, Auberginen, Maiskolben und Kartoffeln. Aber auch mit Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Fenchel, Chicorée oder Spargel lassen sich richtig heiße Überraschungen zaubern. Experimentieren erlaubt - in der Heimat der Vielfalt eine wahre Freude!

Tipps vom Experten Peter Höfler, Gemüsebauer aus Nürnberg:
Drehen und wenden: Weil Gemüse viel schneller als Fleisch gart, sollte man es ständig im Auge behalten, damit nichts anbrennt. Dabei regelmäßig umdrehen.

Das Öl macht’s: Eine Marinade aus Öl und Kräutern und etwas Balsamico oder Zitrone gibt dem Gemüse Pfiff. Nutzt man eine Grillschale, kann ohne weiteres Olivenöl verwendet werden. Ansonsten empfiehlt es sich, raffinierte Öle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl einzusetzen, da sie hitzebeständiger sind als Olivenöle.

Geschmacks-Booster: Frische Kräuter verbrennen sehr schnell in der Grillhitze und werden schwarz. Deshalb lieber auf getrocknete Kräuter setzen.

Ein Körnchen Wahrheit: Salz ist nicht gleich Salz. Einfach mal die verschiedenen Geschmacksnuancen ausprobieren: grobes Steinsalz, feuriges Chilisalz, Fleur de sel aus der Provence, rötliches Himalayasalz, rauchiges Halen Mon aus Wales...

Rezepte für Gemüse auf dem Grill:
Gemüse vom Grill mit Joghurt-Dip

Geschmorter Spargel vom Grill
Fladenbrote und Pizza vom Grill