Was hilft bei Heuschnupfen?

Regionale Erzeugnisse gegen Heuschnupfen:

Honig

Das süße Erzeugnis schmeckt nicht nur gut, sondern hilft uns auch bei der effektiven Allergie-Bekämpfung. Durch seine entzündungshemmende und reizlindernde Wirkung hilft der Honig am besten in seiner natürlichen Form. Man sollte ihn also entweder drei bis vier Mal pro Tag pur auf einem Teelöffel oder aber morgens und abends in Kombination mit saurem Zitronensaft in warmem Tee oder Wasser zu sich nehmen. Aber auch außerhalb der Pollenzeit lohnt sich der Verzehr von Honig – ob als Marmeladen-Alternative auf der Frühstücks-Semmel oder im gesunden Fruchtsalat tut er bereits vorab einiges zur Linderung der unangenehmen Symptome. Vorsicht bei Supermarkt-Ware: Honig aus der Tube eignet sich nicht als Wunderheiler. Stattdessen sollte man auf hochwertigen Honig aus der Region zurückgreifen. Dieser wirkt besonders gezielt, da er bereits die Pollen enthält, die im Umland unterwegs sind. 

Knoblauch

Knoblauch ist nicht nur ein Schutz gegen vermeintliche Bedrohungen wie Vampire, sondern hilft auch bei ganz realen Beschwerden – zum Beispiel gegen Heuschnupfen. Denn die deftige Zehe enthält einen beträchtlichen Anteil des kräftigenden Pflanzenstoffs Quercetin, das auch als natürliches Histamin gilt. Histamin ist die Bezeichnung für einen Eiweißstoff, der sowohl von unserem Körper selbst produziert wird, als auch in zahlreichen Lebensmitteln enthalten ist. Besonders wirksam kann sich der Pflanzenstoff entfalten, wenn man täglich zwei bis drei Knoblauchzehen pur zu sich nimmt. Wer seinen Kollegen und Familienmitgliedern allerdings einen Gefallen tun will, wählt eine der geruchsneutraleren Optionen – zum Beispiel in Form von kulinarischen Köstlichkeiten, die man selbst zubereitet und mit einer großzügigen Prise Knoblauch würzt. Alternativ bietet es sich an, ein klein wenig gehackten Knoblauch und gehackte Petersilie in Öl einzulegen. 

Zwiebel

Noch ein nützlicher Quercetin-Spender gefällig? Wer sich mit der Knoblauch-Idee nicht anfreunden kann, dem bleibt die Zwiebel als Alternative. Auch diese hat eine besonders hohe Wirkkraft, wenn man sie pur über den Tag verteilt zu sich nimmt. Die Sortenauswahl bleibt dabei jedem selbst überlassen. Auch in flüssiger Form ist die Zwiebel eine Wunderwaffe: Dazu die Zwiebel in kleine Stücke hacken, einen Klacks Zucker oder Honig darüber geben und über Nacht stehen lassen. Den Saft, der sich daraus ergibt, zusammen mit den Zwiebelstücken am Folgetag Stück für Stück auslöffeln. 

Apfelessig

Apfelessig ist reich an Vitalstoffen. Diese bringen ein schwaches Immunsystem zurück auf Kurs und halten den pH-Wert des Körpers im Gleichgewicht. Dies hilft, dem Heuschnupfen ein für alle mal den Kampf anzusagen. Gegen akute Beschwerden empfiehlt sich die Einnahme drei Mal täglich, am einfachsten mischt man dafür einen Esslöffel Essig mit einem Glas Wasser. Nicht aromatisch genug? Ein Spritzer Zitronensaft und ein kleiner Löffel Honig wirken wahre Wunder. Was beim Apfelessig zu beachten ist: Wenn man ihn selbst machen möchte, sollte man rechtzeitig vor der schlimmen Heuschnupfen-Zeit anfangen – denn hier ist Geduld gefragt.

Man nehme 1 kg Äpfel, schneidet diese mitsamt Schale und Kerngehäuse in kleine Stücke und füllt diese in ein großes Gefäß. Daraufhin bedeckt man die Masse mit kaltem Wasser (etwa drei Zentimeter über der Masse) und gibt eine Handvoll Zucker hinzu. Umrühren, ein Küchenhandtuch darüber legen und ein schattiges Liegeplätzchen auswählen. Nach einer Woche Warten und täglichem Umrühren sollte sich ein weißer Schaum über die Masse gelegt haben. Den Sud durch das Handtuch gießen und in große Gläser umfüllen, den übriggebliebenen Brei entsorgen. Die Gläser werden abgedeckt (idealerweise mit Küchenkrepp) und freuen sich auf einen sonnigen Ort, der sie bei bis zu 25 Grad warm hält. Nach sechs Wochen erfolgt die Umfüllung in Flaschen, diese wiederum an einem kühlen Ort lagern und nach weiteren zehn Wochen ist es dann endlich soweit: Die Therapie kann losgehen!

Eukalyptus

Ein Hoch auf freie Atemwege! Das Wunderkraut Eukalyptus ist dank seiner antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften eine altbewährte Zutat in zahlreichen Medikamenten und Pflegeprodukten – es hat eine abschwellende Wirkung und trägt zur Linderung der gereizten Schleimhäute bei. Sowohl die gekaufte als auch die selbstgemachte Version wirkt schnell und einfach: entweder einen Tropfen auf die Schläfen träufeln und einmassieren, als Badezusatz verwenden oder unter einem Tuch inhalieren. Auch beim Eukalyptusöl ist „Do it yourself“  angesagt:

Zuerst eine Handvoll frischer Eukalyptus-Blätter ernten oder kaufen. Daraufhin die Blätter in ein sauberes, fest verschließbares Glas legen und die Blätter zerdrücken, um die natürlichen Öle freizusetzen. Danach kommt ein leichtes Olivenöl zum Einsatz. 120 ml über die Blätter gießen, das Glas zu drehen und gut schütteln. Dann heißt es erst einmal: Sonne tanken. Im Sommer reichen zwei heiße Tage, um die Mischung reifen zu lassen, in den restlichen Jahreszeiten sollte das Glas mindestens einen Monat an der frischen Luft stehen. Wichtig: Alle 12 Stunden wird das Glas während der Reifezeit geschüttelt! Sobald die Wartezeit um ist, wird das Öl durch ein Sieb in ein frisches Glas gegossen. Das selbstgemachte Heilmittel hält sich an einem kühlen und trockenen Platz bis zu sechs Monaten.

Wenn gerade einmal kein Eukalyptusöl zur Hand ist, sind sowohl Pfefferminz- als auch Teebaumöl ein ausgezeichneter Ersatz. 

Kamille

Darf natürlich nicht fehlen im hauseigenen Apotheker-Schränkchen: der Alleskönner Kamille. Seit der Kindheit begleitet uns die heilige Blume des Sonnengottes durch allerlei fiese Erkältungen und schmerzhafte Beschwerden – und das natürlich nicht ohne Grund. Durch ihre positiven Inhaltsstoffe, die allesamt antientzündliche und krampflösende Eigenschaften in sich tragen, ist die Kamille auch eine nachhaltige Waffe gegen Heuschnupfen. Ob als kräftiger Tee, als entspannender Badezusatz oder als sanfte Hautpflege bei wunden Nasenspitzen lohnt sich der Griff zur Chamomilla recutita.

Augentrost

Wenn die Augen nicht mehr zur Ruhe kommen, weil sie ununterbrochen tränen, brennen und jucken, dann brauchen sie Trost. In diesem Falle spendet diesen eine kleine Blüte in zarten Farben mit dem treffenden Namen „Augentrost“. Das getrocknete Kraut, das es unter anderem im Reformhaus zu kaufen gibt, lässt sich für vielseitige Behandlungen der entzündeten Augen einsetzen. Für die Zubereitung der tröstenden Lösung braucht es vorerst zwei Teelöffel Kraut und rund 350 ml Wasser. Nach dem fünfminütigen Einkochen, geht es an die Weiterverwendung – zum Beispiel als beruhigende Kompresse. Einfach ein sauberes Tuch in der Lösung tränken und für fünf bis zehn Minuten auf den Augen ruhen lassen. Eine andere Möglichkeit: die Mischung auf ein Wattebäuschen träufeln und die Lider und die Haut rund um die Augen reinigen. Aller guten Dinge sind drei: Wenn die Tinktur abgekühlt ist, kann sie ebenso als Spülung verwendet werden. Hierzu diese einfach in ein Kännchen füllen, die Augen öffnen und dem Reiz wiederstehen, sie wieder zu schließen, sobald die Flüssigkeit näher kommt. Denn: Die Tinktur entfernt die  die Pollen direkt aus den Augen. 

Brennnessel

Während sie bei einem Spaziergang im Wald eher zu den störenden Attributen am Wegesrand gehören, sollten wir der Brennnessel eigentlich viel mehr positive Beachtung schenken. Das unscheinbare Gewächs ist schließlich nicht umsonst ein gefeiertes Heilkraut, das mit zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten glänzt. Um das Heuschnupfen-Problem in den Griff zu bekommen, hilft es schon in kleinen Mengen: Ein Esslöffel getrocknetes Kraut – selbst gesammelt oder aus dem Reformhaus – wird auf einen Viertelliter kochendes Wasser gegeben. Fünf Minuten ziehen lassen und zweimal täglich trinken oder wahlweise inhalieren. So haben die wirksamen Wirkstoffe die Chance, sich bestmöglich innerhalb und außerhalb des Körpers zu entfalten und Symptome wie Niesen, Husten oder Juckreiz zu unterdrücken. Von wegen Unkraut … 

Gin Tonic

Das Beste haben wir uns für den Schluss aufgehoben: Eigentlich sollten Allergiker lieber die Finger von alkoholischen Getränken lassen, da diese besonders viel Histamin enthalten. Das  britisches Institut „Asthma UK“ präsentiert nun allerdings gute Neuigkeiten: Während ein Glas Wein oder ein erfrischendes Bier an einem lauen Sommerabend zu erhöhten Schwellungen führt, soll ausgerechnet ein britisches Traditionsgetränk dem Leiden ein Ende setzen – der Gin Tonic!  Denn durch das spezielle Destillationsverfahren, das beim Gin angewendet wird, kommt das Histamin gar nicht erst in die Flasche. Stattdessen soll der beliebte Sommerdrink tatsächlich die Wirkung eines Anti-Histamins aufweisen und kann daher sogar dabei helfen, die misslichen Heuschnupfen-Auswirkungen zu stoppen. Ob es uns gänzlich von der Allergie befreit? Das gilt es zu bezweifeln. Aber Fakt ist, dass ein Gläschen Gin Tonic bei der nächsten Gartenparty garantiert nicht schadet.
Also: Weg mit den Taschentüchern und hoch die Gläser – auf einen entspannten Sommer! 

Quellen:
www.juvalis.de/apotheke/hausmittel-gegen-heuschnupfen/
www.jetzt.de/alkohol/gin-tonic-gegen-heuschnupfen
de.wikihow.com/Eukalyptus-Öl-herstellen
www.alles-essig.de/selber-machen/apfelessig.html