Verzicht oder Reinigung: Fasten will gelernt sein

„Fasten“ bedeutet der Verzicht auf bestimmte Lebens- und Genussmittel und bei der Fastenkur „Heilfasten“ sind nur Tee, Gemüsebrühe und Wasser erlaubt. Das primäre Ziel des Heilfastens ist die Reinigung des Körpers: Durch ungesunde Lebensweise entstandene Giftstoffe im Körper können mit Hilfe einer Fastenkur freigesetzt und ausgeschieden werden. Dass durch den Verzicht ein paar Pfunde purzeln, ist ein schöner Nebeneffekt, sollte aber nie der Beweggrund für eine Heilfastenkur sein.

Ob aus religiösen Gründen von Aschermittwoch bis Ostern oder um den Körper zu reinigen und von Schadstoffen zu befreien. Beim Fasten und Heilfasten gilt es einiges zu beachten.

(Aus-)Zeit

Der wichtigste Faktor für gesundes und erfolgreiches Heilfasten ist Zeit. Zeit, die man sich bewusst nimmt, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Man sollte sich während der Fastenkur auf sich selbst, auf die eigenen Werte und auf sein Umfeld besinnen und die Zeit des Heilfastens bewusst genießen. Ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft und ausreichend Bewegung sind ebenfalls unabdingbar.

Davor und danach

Gesundes Heilfasten steht und fällt mit der Vor- und Nachbereitung. Unabhängig davon, wie lange die eigentliche Fastenkur dauert – in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen – sind Einleitungs- und Aufbautage unverzichtbar.

Einleitungstage: Hierbei ist es entscheidend, den Körper auf den Verzicht vorzubereiten und leichte Gerichte zu essen. Gegartes Gemüse, Reis, Vollkornprodukte und kleinere Portionen sind sinnvoll. Der Körper gewöhnt sich an die Ernährungsumstellung und das Hungergefühl schwindet. Neben der reduzierten Nahrungszufuhr sollte unbedingt eine Darmentleerung stattfinden. Mit Salzen oder Zitrone und Sauerkrautsaft klappt diese gut.

Aufbautage: Auch hier ist wieder leichtes Essen, um den Körper an die „ursprüngliche“ Nahrungszufuhr zu gewöhnen, um den ungewünschten YoYo-Effekt zu vermeiden.

Viel trinken!

Trinken ist beim Heilfasten das A und O. Täglich bis zu fünf Liter Wasser, ungesüßte Tees und Gemüsebrühe empfehlen Ärzte während einer Fastenkur. Diese füllen nicht nur den Magen und beugen dem Hungerfühl vor, sie liefern auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe. So werden Giftstoffe noch schneller aus dem Körper befördert.

Mit Hilfe der Natur

Löwenzahn, Brennnessel, grüner Hafer und Ingwer unterstützen beim Heilfasten.

Ob getrocknet als Tee oder der Saft frischer Blätter: Löwenzahn, Brennnessel und grüner Hafer unterstützen den Körper bei der Entgiftung. Ihnen wird eine austreibende und spülende Wirkung nachgesagt. So können diese Pflanzen dem Körper helfen, überschüssige Harnsäure auszuscheiden.

Die leichte Schärfe des Ingwers bringt Schwung in jedes Gericht, er ist aber auch als Heilpflanze sehr populär. Die Knolle kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt den Körper dabei Gift- und Schadstoffe auszuscheiden.

Gesund und regional

Neben Wasser und Tee ist die Gemüsebrühe essentiell beim Heilfasten. Im Frühjahr lässt sich wunderbar auf regionales, saisonales Gemüse, wie Sellerie, Lauch oder Suppengemüse aller Art, zurückgreifen. Die Gemüsebrühe am besten einfach vorkochen und einfrieren – so hat man die gesamte Fastenkur über frische Brühe. Zudem kann das gekochte, abgeseierte Gemüse an den Einleitungs- und Aufbautagen gegessen werden, um so keinerlei Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

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