Ausdauerndes Zwiebelgewächs

Im Lateinischen Allium sativum gegannt, ist Knoblauch ein Lauchgewächs, das bis zu 70 Zentimeter hoch wird. Die Hauptzwiebel befindet sich im Boden und besteht aus mehreren Nebenzwiebeln, den Knoblauchzehen. In eine Haut eingeschlossen, befinden sich die Zehen am Stängel der Pflanze. Diese blüht von Juni bis August. Wenn der Lauch gelb geworden ist, ist der Knoblauch erntereif. Die frisch ausgezogenen Zwiebeln werden im Freien getrocknet. Anschließend wird er an einem dunklen, trockenen Ort gelagert.

Gut geschützt

Bereits die alten Ägypter haben die gesundheitsfördernde Wirkung des Knoblauchs erkannt. Die kleinen, weißen Zehen mit den wirksamen Inhaltsstoffen wurden vorrangig als Stärkungsmittel und gegen Darmparasiten eingesetzt. Heute ist Knoblauch vor allem dafür bekannt, Blut, Herz und Gefäße gesund zu halten. Erste wissenschaftliche Nachweise seiner stark antibakteriellen Wirkung stammen aus dem Jahr 1858 von dem Mikrobiologen Louis Pasteur. Doch ob als Dragee oder frische Knolle – entgegen dem weitverbreiteten Aberglauben eignet sich Knoblauch nicht zur Abwehr von Vampirwesen.

Knoblauchfahne? Nein danke!

Die schwefelhaltige Aminosäure Allicin ist für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich, der nach dem Verzehr über Haut und Lunge ausgedünstet wird. Die lästige Knoblauchfahne kann jedoch durch einfache Hausmittel reduziert werden: das Kauen von frischer Petersilie, Salbei oder Pfefferminze, aber auch Kardamom, Wacholderbeeren oder Fenchelsamen sollen helfen. Wem das Knoblauch-Aroma genügt, sollte beim Kochen die Zehen in heißem Öl anbraten und anschließend wieder entfernen, so bleibt der Geschmack erhalten.

Tipps für die Küche

Die Knoblauchknolle mag es kühl und trocken. Damit die einzelnen Zehen nach Anbruch der Knolle nicht austrocknen, sollten diese innerhalb von zehn Tagen aufgebraucht werden. Im Sommer sollten der Knoblauch im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Zum Haltbarmachen empfiehlt es sich, die Knoblauchzehen in Öl einzulegen. Dazu die Knolle zerteilen, die Zehen häuten, in ein Schraubglas füllen und mit einem guten Olivenöl auffüllen. Nach Belieben können Pfefferkörner oder Chilischoten zugefügt werden. Nach drei bis vier Tagen lässt sich das aromatisierte Öl für Salate und Speisen verwenden.

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