Die Rübe der Römer

Bete oder Beete, Ranne, Rahner, Rauna, Rana, Rohne, Rone, Rohna, Randig oder Rande, Salatbete, Salatrüberl oder –runkel. Die Rote Beete hat regional ganz unterschiedliche Bezeichnungen, in Bayern sagt man meist einfach Rote Rübe. Ursprünglich im Mittelmeerraum kultiviert, kam das Wurzelgemüse mit den Römern nach Mitteleuropa. Die ursprüngliche Form stammt von der wilden Rübe oder Wildbete ab und ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt. Ihre intensive rote Farbe verdankt die Rote Rübe einer Weiterveredelung im 19. und 20. Jahrhundert. Bis heute gibt die Farbe unterschiedlichsten Gerichten ein unverwechselbares Aussehen.

Farb- und Formen-Vielfalt

Die Knollen der Roten Bete sind kugelig, birnenförmig oder zylindrisch und von dunkelbrauner bis braunroter Schale. Alles in allem ein eher unauffälliges Wurzelgemüse, das es aber in sich hat. Denn beim Aufschneiden zeigt sich das tiefrote Fleisch, das je nach Züchtung auch gelb oder weiß oder teilweise von weißen Ringen durchzogen sein kann. Betanin, das als E 162 auch industriell zum Färben bspw. von Marmeladen und Süßspeisen genutzt wird, ist für die rote Farbe verantwortlich. Es ist stark färbend, weshalb die Rote Bete manchmal in der Küche zu Unrecht gemieden wird. 

Das rote Gesundheits-Wunder

Bereits im Altertum galt Rote Bete als Heilmittel, etwa bei Infektionskrankheiten. Auch heute kommt man mit dem Wintergemüse, das frisch vom Acker oder aus dem Lager von September bis März Saison hat, gesund durch die kalte Jahreszeit. Als feinsauere Delikatesse wird die Rübe eingemacht wie eine Gemüsekonserve das ganze Jahr über zur Abwechslung für den Speiseplan empfohlen. Die Rote Bete zeichnet sich durch überaus gesundheitsfördernde Eigenschaften aus: Sie beugt unter anderem Erkältungen vor, senkt den Blutdruck, verringert das Risiko von Herzkrankheiten, fördert die Leberfunktion, verbessert die Hirnfunktion und ist gut für die Verdauung. All das hilft auch dem Immunsystem, seine Aufgaben optimal zu bewältigen.

Tipps für die Küche

Beim Einkauf von frischen Beten sollten Sie darauf achten, dass die Rüben nicht zu groß und dick sind, denn dann könnten sie holzig sein. Grundsätzlich kann Rote Bete gut und lange an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort gelagert werden. Zum Einfrieren ist die rohe Rübe nicht geeignet, sie sollte vorher gekocht werden. Zur Weiterverwendung von Rote Beete diese für 30-40 Min. mit unversehrter Schale in kochendem Salzwasser gar kochen, damit sie nicht "ausblutet" und die intensive Farbe verliert. Tipp: Bei der Zubereitung Einmalhandschuhe verwenden oder vor der Zubereitung der Roten Beete die Hände mit Speiseöl einreiben und danach mit Essigessenz oder Zitronensaft reinigen. So gibt es keine roten Finger!

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Rote Beete für Gscheidhaferl