Die Milch – das weiße Gold vom Bauernhof

Milch ist das Lebenselixier für Mensch und Tier. Für die einen ist bayerische Milch ein genialer Fitmacher. Für die anderen eine Genusszutat, die nie im Kühlschrank fehlen darf.

Lebenselixier für Mensch und Tier

Mehr als ein Viertel der deutschen Milchmenge stammt von Kühen aus Bayern. Nicht nur in Zahlen, auch in Sachen Qualität ist Bayern unter den Spitzenreitern: Seit vielen Jahren ist die bayerische Milch von höchster Qualität und eines der am besten untersuchten Lebensmittel.

Höchste Güteklasse der bayerischen Milch

Bayerische Milcherzeuger sind top! Mehr als 98 Prozent erreichen mit ihrer Rohmilch die gesetzliche Qualitätsstufe "Güteklasse 1". Um diese Auszeichnung zu erhalten müssen bestimmte Grenzwerte für den Keim- und den Zellgehalt, Hemmstoffe und Gefrierpunkte eingehalten werden. Übrigens ist Bayern Spitzenreiter im Bundesgebiet: mit dem niedrigsten Durchschnittswert beim Zellgehalt. Ein Hinweis für die Eutergesundheit von Milchkühen.
Quelle und mehr zur Milch

Vom Bauern – über die Ladentheke – bis ins Glas

Bevor die Milch in unserem Glas landet, wird von Mensch und Kuh einiges geleistet, um dieses bayerische Qualitätsprodukt zu erzeugen.

Von Nix kommt nix

Um den Qualitätsansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden, braucht schon das Milchvieh entsprechend hochwertiges Futter, denn wie sich die Milch zusammensetzt, wird schon am Futtertrog bestimmt. Bayerns Milchbauern befüllen ihn mit dem, was ihre Milchkühe brauchen: ein Futterangebot mit einem hohen Anteil Grundfutter von heimischen Feldern und Wiesen, das ausgewogen, hochwertig und auf ihren Bedarf abgestimmt ist. Es liefert den Kühen genau die Nährstoffe, aus denen hochwertige Milch entsteht.

Strenge Hygiene

Das Melkgeschirr im Stall, die Milchlaster, die unsere Milch transportieren, die Geräte und Maschinen in den Molkereien: Was auch immer mit Milch in Berührung kommt, unterliegt strenger Hygiene. So bleibt bayerische Milch, wie man sie kennt: rein, sauber und schmackhaft.

Schonender Umgang

Milch ist ein empfindliches Lebensmittel. Deshalb wird sie so schonend wie möglich gelagert, transportiert und zu vielfältigen Milchprodukten weiterverarbeitet. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der vollmundige Geschmack erhalten. Vom Bauern bis zur Ladentheke – und darüber hinaus.

Rückverfolgbarkeit

Die Verpackung jedes Milchprodukts trägt das ovale Veterinär-Kennzeichen. Ein „BY“ steht für Bayern als Bundesland und die drei-, manchmal auch fünfstellige Nummer für die abfüllende Molkerei. 

Kuhmilch-Abc

Fettarme Milch: Noch in der Molkerei wird der Milch so viel Fett entnommen, dass ihr Fettgehalt bei 1,5 und 1,8 % liegt.
H-Milch: Durch schnelles Erhitzen auf bis zu 150 °C wird die Milch haltbar gemacht – in der geschlossenen Packung für mehrere Wochen.
Kondensmilch: Unter einem Vakuum wird der Milch mit viel Hitze ein Teil ihres Wassers genommen und haltbar gemacht.
Magermilch: Höchstens 0,3 % Fett werden von der Molkerei in diese besonders magere Milch gelassen.
Pasteurisierte Milch: Mit einer Erhitzung bei rund 70 °C über 15-30 Sekunden wird die Milch etwa fünf Tage haltbar gemacht.
Rohmilch: Naturbelassene Milch muss vor dem Trinken erhitzt werden. Der Ab-Hof-Verkauf ist nur unter bestimmten Auflagen erlaubt.
Vollmilch: Nach der Wärmebehandlung darf die Milch ihren vollen Fettgehalt von mindestens 3,5 % behalten.
Vorzugsmilch: Der Verkauf der naturbelassenen Milch ist nur unter strenger Kontrolle der Keimzahl erlaubt. Im Kühlschrank ist sie 2-3 Tage haltbar.

Wie viel Milch braucht der Mensch?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 200-250 ml fettarme Milch und Milchprodukte pro Tag. Doch aufgepasst: Im morgendlichen Kaffee finden sich durchschnittlich schon mindestens 30 ml!
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) teilt Lebensmittel in verschiedene Kategorien ein. In die Kategorie "Getränke" fallen Produkte, die als Durstlöscher getrunken werden und wenige Nährstoffe enthalten. Zwar besteht Vollmilch zu über 80 Prozent aus Wasser, gilt aber aufgrund ihrer Fülle an Nährstoffen als hochwertiges Nahrungsmittel und somit nicht als Getränk. Neben hochwertigem Eiweiß enthält Milch leicht verdauliches Fett, schnell verfügbare Kohlenhydrate sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Der Energiegehalt eines Glases Vollmilch (200 Milliliter) ist ungefähr vergleichbar mit einer Portion Weintrauben (200 Gramm).

Es geht heiß her

Ultrahocherhitzte Milch, kurz H-Milch, ist in der ungeöffneten Packung auch ohne Kühlung bis zu drei Monate haltbar. Ihr robustes Naturell verdankt sie einer uralten und denkbar einfachen Methode der Haltbarmachung: Sie wird für wenige Sekunden auf mindestens 135 Grad erhitzt. Dabei werden alle vermehrungsfähigen Keime abgetötet. Anschließend wird sie in keimfreier Umgebung in die Verpackung gefüllt.

  • H-Milch schmeckt leicht süßlich und hat rund 20 Prozent weniger Vitamine als Frischmilch. Der Calciumgehalt ist dagegen genauso hoch.
  • Die geöffnete Packung gehört in den Kühlschrank und ist dann genauso lange haltbar wie Frischmilch: rund fünf bis sechs Tage.

Ein leicht bitterer Geschmack ist bei H-Milch der erste Hinweis auf den einsetzenden Verderb. Im Geruch ist die Veränderung erst später bemerkbar.

Oh Schreck – Hautalarm

Haut auf der Milch schreckt Sie ab? Drehen Sie den Spieß um: Schrecken Sie die Milch ab! Und zwar sofort nach dem Aufkochen, dann bildet sich keine Haut. Einfach einige Eiswürfel in die Milch tauchen (z. B. in einem kleinen Sieb) und sofort wieder herausnehmen. Oder Sie erwärmen die Milch vorsichtig und rühren sie dabei mit einem Quirl. Dann kann sich das Milcheiweiß, das bei etwa 80 Grad gerinnt, nicht zur ungeliebten Hautschicht verketten.

Abnehmen mit Milch

Milch hat einen niedrigen glykämischen Index (GI). Das bedeutet: Sie sättigt, ohne dabei den Blutzuckerspiegel enorm in die Höhe schießen zu lassen. Dieser Effekt beugt Heißhungerattacken vor und verlangsamt das Hungergefühl.
Steigt der Blutzuckerspiegel, wie beim Genuss von Milch, nur langsam und bleibt zwei bis drei Stunden auf mittlerem Niveau, ist man länger satt und spart sich eine unnötige Kalorienaufnahme durch Heißhungerattacken. Milch macht also nicht nur satt, sondern tut auch der Figur gut.
Ein weiterer Bonus beim Milchgenuss: Milch enthält wichtige Nährstoffe, bekömmliche Fette und viele Mineralstoffe und Vitamine.

Shake it!

"Milchshake" klingt  ein bisschen nostalgisch und erinnert an heiße Sommertage in der Eisdiele ums Eck. Aber eigentlich heißt es nichts anderes als "geschüttelte Milch" ("to shake" = "schütteln"), aber ein Milchshake ist so viel mehr als das. Er besteht aus Milch und Eis, oft Obst, Schokolade und Sirup, die in einem Mixer zu einem Getränk gemixt werden – das man dann genüsslich mit einem Strohhalm wegschlürft. Herrlich erfrischend!
Hier geht's zum Milchshake-Rezept

Diese Zahlen und Fakten über Milch werden Sie überraschen: Hier klicken.

 

 



Milch für Gscheidhaferl