Die Zucchini: Kleiner Kürbis, großer Genuss

Zucchini [tsuˈkiːni]. Ein wunderschön klingender Name für ein schmackhaftes Gemüse. Die Wortherkunft verrät sehr viel über das kürbisartige Gemüse. Die Zucchini stammt aus Europa, vermarktet wurde sie erstmals in Italien. Zucca ist der italienische Begriff für Kürbis, Zucchino die italienische Verniedlichungsform von Zucca, Zucchini wiederum der Plural von Zucchino. Der Plural hat sich im Deutschen etabliert, eine eigene Singularform gibt es nicht. Die deutsche Bezeichnung der Zucchini wäre also „Kleiner Kürbis“. Zucchini gibt es in zahlreichen Variationen: länglich, rund, weiß, gelb, creme-grün, dunkelgrün und gestreift. Geerntet wird die Frucht, wenn sie 10 bis 20 Zentimeter groß ist. Dann ist die Zucchini besonders zart und geschmacksintensiv. Lässt man die Frucht wachsen, bringen sie bis zu 5 Kilogramm auf die Waage. Ausgewachsen eignen sie sich eher als Wintergemüse und können geschält und vom Kernträgergewebe befreit, geschmort werden.

Auch die gelben Blüten sind zum Verzehr geeignet

Eine Zucchini-Pflanze ist einhäusig, d.h. sie trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Lediglich die weiblichen Blüten tragen jedoch Früchte. Die eigentliche Frucht erkennt man als Fruchtknoten sehr schnell unterhalb der Blütenblätter. Männliche Blüten haben hingegen häufig lange Stiele. Die großen gelben Blüten können ebenfalls gegessen werde, sie sind frittiert besonders schmackhaft.

Wie gesund ist die Zucchini?

Da die Zucchini eine Kürbisart ist, hat sie ähnliche Inhaltsstoffe wie ein normaler Kürbis. Explizit heißt das: 93% Wasser, wenig Kalorien, reich an Vitaminen und leicht verdaulich. Sehr gesund also. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn das Gemüse bitter schmeckt oder riecht. Kürbisgewächse wie Zucchini, Gurken oder auch Melonen bilden die giftigen Bitterstoffe Cucurbitacine, um ihre Früchte zu schützen. Diese können Durchfallerkrankungen bis hin zu lebensgefährlichen Schäden der Magen- und Darmschleimhaut verursachen. Giftige Zucchini entstehen vor allem durch selbstgezogene Samen oder durch unfachmännische Kreuzung mit anderen Kürbisarten.

Zucchini auch als Spaghetti köstlich

Sie schmeckt roh, gekocht, gegrillt, gebraten, im Auflauf, gedünstet, püriert, in Essig eingelegt oder sogar mit einem Gemüseschäler dünn geschnitten als Zucchini-Spaghetti.

Unser Tipp: Knusprige Zucchini-Puffer sind schnell gemacht und mit Kräuterdipp besonders lecker.

Ideal zum selber anbauen

In´s Freiland gepflanzt werden sie meistens nach den Eisheiligen Mitte Mai bis spätestens Ende Juni. Sie können entweder zwei bis drei Wochen vorher Samen in Töpfen aussäen oder Jungpflanzen beim Gärtner kaufen. Nicht nur die Jungpflanzen, sondern auch ausgewachsene Pflanzen benötigen eine regelmäßige Wasserversorgung. 

Zucchini bezüglich ihres Standortes im Beet nicht sehr wählerisch. Ideal sind aber warme, sonnige Plätzchen, sogar auf dem Komposthaufen gedeihen sie. Wenn kein Garten zur Verfügung steht, lassen sich Zucchini-Pflanzen auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse hochziehen. Es gibt extra balkonfreundliche Sorten wie „Gold Rush“, die eher in die Höhe schießen als in die Breite. Worauf sie sich aber in jedem Fall einrichten sollten: die meisten Zucchini-Pflanzen breiten sich gerne aus, circa zwei Meter Platz pro Gewächs.

Pflegen und hegen – die Ernte fällt dann üppig aus

Wachsen langsam die Früchte heran, freut sich die Pflanze über die Zugabe von Flüssigdünger. Noch besser ist Stallmist. Die Pflanze dankt es Ihnen mit vielen weiblichen Blüten und somit vielen leckeren Früchten. Ernten Sie die Früchte zügig, dann wachsen fix neue Blüten nach und einer neuen Ernte steht nichts im Wege. Die erste Ernte wird in der Regel Ende Juni, die letzte kann bis in den Oktober hinein eingefahren werden.

TIPP: Verwenden Sie im Beet ein bis zwei Wochen nach dem Auspflanzen halbverrotteten Kompost. Das schützt die Pflanze vor Trockenperioden im Frühjahr. Die Pflanzen sind sehr durstig. Vermeiden Sie Frost, den das ist der Todfeind der Kürbispflanze.

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