Das „Chamäleon“ der Gewässer

Die sogenannte „Salmo trutta“ ist ein Mitglied der Lachsfisch-Familie und wahrlich eine Naturschönheit: Die Forelle hat sowohl den spindelförmigen, seitlich leicht abgeflachten Körperbau ihrer Verwandten übernommen als auch den großen Kopf, der sich durch ein Maul, das bis hinter die Augen reicht, und sehr kräftige Zähne auszeichnet. Die Färbungen der verhältnismäßig kleinen Schuppen sind variabel – meist verändern sie sich im Laufe ihres Lebens und passen sich dem jeweiligen Gewässer an.

Die weit verbreitete Fischgruppe der Forellen unterteilt sich in vier verschiedene Arten: Meer-, See-, Bach- und Regenbogenforellen. Sie alle unterscheiden sich zu großen Teilen in ihren Lebensweisen. Da wären zum Beispiel die Meerforellen, die eine stattliche Größe von über einem Meter erreichen können, sich hauptsächlich von Krebstieren und kleinen Fischen ernähren und regelmäßig durch die Weiten der Meere „wandern“. Die See- und Bachforellen hingegen fühlen sich nur dann wohl, wenn sie sich in kaltem Süßwasser aufhalten und ausreichend Wasserinsekten finden. Mit Abstand am weitesten verbreitet in deutschen Zuchtteichen ist die Regenbogenforelle. Diese erkennt man leicht an ihrer Regenbogenfärbung entlang der Körperseiten. Sie wird das ganze Jahr über als Speisefisch angeboten.

Gesunde Ernährung leicht gemacht

Wer viel Sport macht und auf eine ausgeglichene Ernährung achtet, der wird sich über die Nährwertangaben der Forelle freuen: Der hohe Eiweißanteil bildet in Kombination mit dem geringen Fettanteil die Grundlage für eine leichte Mahlzeit. Zudem ist das wenige enthaltene Fett sehr wertvoll – es enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die Forelle gilt außerdem als wichtiger Lieferant von Vitamin D, das zur Erhaltung der Muskelfunktionen beiträgt und für starke Zähne und Knochen sorgt. Aber das war noch längst nicht alles: Der Magerfisch enthält sowohl lebenswichtige Aminosäuren, die nicht vom menschlichen Körper selbst hergestellt werden können, als auch zahlreiche Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium. Nicht zu vergessen: der hohe Phosphoranteil,  der die Regulierung des menschlichen Wasserhaushalts unterstützt. Fazit: Die Forelle macht ihrem Ruf als „Gesundheits-Booster“ also alle Ehre. 

Tipps für die Küche

Ob zum Grillabend im Sommer oder für das weihnachtliche Festmahl: Die Forelle kann auf unterschiedlichste Arten zubereitet werden und sorgt damit für Abwechslung auf der hauseigenen Speisekarte. Klassiker sind zum Beispiel die gebratene Forelle Müllerin oder Forelle blau. Auf dem Grill macht sie sich gut als Steckerlfisch, im Ofen wird sie besonders knusprig, wenn man sie mit Kräutern mariniert und in Alufolie zubereitet. Und sogar in einer Sushi-Rolle macht sie eine ziemlich gute Figur.

Generell gilt: Forellen maximal ein bis zwei Tage aufbewahren. Bei bereits filetierten Fischen ist zu beachten, dass die Hautseite zur Lagerung nach unten gelegt wird, damit sie nicht austrocknet. Ganze Fische sollten idealerweise mit einem Tuch abgedeckt werden. Die beste Zeit für den wöchentlichen Fischeinkauf ist übrigens Dienstag oder Freitag – an diesen beiden Wochentagen werden die meisten deutschen Städte mit frischem Fisch beliefert. 

Schau mir in die Augen, Kleines!

Ähnlich wie bei uns Menschen verrät ein Blick in die großen Augen der Forelle mehr als tausend Worte: Sind die Augen klar und glänzend, ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Fisch frisch ist. Weitere Hinweise auf die Kochtopf-Tauglichkeit geben außerdem der Geruch der Forelle, der nicht unangenehm „fischig“ sein darf und festsitzende Schuppen.

Sie sind unsicher, welche Gewässer die Forelle zu ihren Lebzeiten erkundet hat? Auskunft über die Herkunft  geben verschiedene Fischsiegel – alle mit unterschiedlichen Bedeutungen. Ein Beispiel: das „Naturland Aquakulturen“-Siegel. Die Kriterien hierfür sind unter anderem, dass die Fische artgerecht in naturnahen Teichanlagen gehalten werden, als Futter hochwertige, nachhaltig gewonnene Zutaten erhalten und eine natürliche Laichgewinnung stattfindet.
 

 

 



Forelle für Gscheidhaferl