Rund und gut: Das Ei

Das Ei ist nicht nur als Lebensmittel seit Jahrtausenden von zentraler Bedeutung: Es ist in vielen Kulturen auch ein Symbol für Fruchtbarkeit und Auferstehung. Unter seiner zerbrechlichen Schale steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten mag.

Optimal verwertbar

Im Inneren eines Eis befinden sich der Eidotter und das Eiklar. Das Gelbe vom Ei setzt sich zusammen aus 48 Prozent Wasser, 16 Prozent Proteinen und etwa einem Drittel Fett. Das Eiklar besteht zu 90 Prozent aus Wasser, der Rest ist pures Eiweiß. Das Eier-Eiweiß besitzt die höchste biologische Wertigkeit, die ein natürliches Nahrungsmittel besitzen kann. Das bedeutet: Es kann vom Körper vollständig verwertet werden.

Für starke Muskeln

Dank ihres hohen Eiweißgehaltes sind Eier wertvolle Lebensmittel. Ob gekocht, pochiert oder gebraten: Im Rahmen einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung unterstützen sie den Körper beim Muskelaufbau. Mit rund sieben Gramm pro Ei hält sich ihr Fettgehalt zugleich in Grenzen.

Vom Huhn zum Ei

Bereits in der Antike kam die große philosophische Frage auf: Was war zuerst da – das Ei oder die Henne? Die Wissenschaft ist sich bis heute unschlüssig darüber. Die These, das Ei wäre zuerst da gewesen, überwiegt jedoch aktuell in der Diskussion um das „Henne-Ei-Problem“.

Das Gelbe vom Ei

Im Zentrum des Hühnereies liegt der Dotter. Die Dotterkugel hat einen Durchmesser von etwa drei bis vier Zentimetern. Das Besondere: Der Dotter besteht nur aus einer einzigen Zelle und ist damit die größte bekannte biologische Zelle.

Weiß oder braun

Welche Farbe die Eierschale hat, liegt an der Hühnerrasse, genauer: an der Farbe der „Ohrläppchen“. Hühner mit weißen Läppchen legen vorwiegend weiße Eier, Rassen mit roten Läppchen braune.

Jedes Ei verrät seine Herkunft

Mit der Kennziffer auf Eier lässt sie nachvollziehen, woher diese stammen. 

Die erste Ziffer verrät das Haltungssystem:
0 = ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Kleingruppenhaltung

Das Länderkürzel steht für das Herkunftsland:
DE = Deutschland
BE = Belgien
AT = Österreich
NL = Niederlande

Die zweite Ziffer kennzeichnet das Bundesland:
01 = Schleswig-Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = NRW
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

Die Zahlenfolge am Ende steht für die Nummer des Legebetriebs.
Auf was-steht-auf-dem-ei.de gibt eine Suchmaschine Auskunft über den Herkunftsbetrieb.

Richtig lagern

Ab dem Legedatum halten sich Eier im Kühlschrank rund einen Monat. Dabei sollten sie jedoch immer mit der Spitze nach unten gelagert werden, sonst bleibt der Dotter an der Eimembran kleben und trocknet dort im schlimmsten Falle an.

Frischecheck

Wie sich der Frischezustand von Eiern kontrollieren lässt? Ab ins Wasserbad! Bei Über- oder zu warmer Lagerung trocknet das Ei schneller aus und die Luftkammer wird größer – so schwimmt das Ei nach oben. Ein Beweis, dass es nicht mehr frisch ist – und damit nur noch durcherhitzt verwendet werden soll. Bleibt das Ei unter Wasser, ist es frisch.

 

 



Ei für Gscheidhaferl

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