Unser täglich‘ Brot

Bereits bei den alten Griechen war Brot das Symbol der Götter und des Lebens. Heute zählt man bei uns in Deutschland die meisten Brotsorten weltweit. Was den Getreidefladen so besonders macht und wie man Brot am besten lagert? Wir haben die Antworten!

Brot ist nicht gleich Brot

Knusprige Rinde, weicher Kern – das sind die typischen Eigenschaften von Brot. Doch oft ist es Brot gar nicht anzusehen, ob es aus Vollkornmehl oder Mehl mit einem geringen Ausmahlungsgrad gebacken wurde. Die Verkehrsbezeichnung für Brot regeln die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs für Brot und Kleingebäck. Danach muss Weizen- oder Roggenbrot mindestens 90 % Weizen- bzw. Roggenmehl enthalten. Das gilt ebenso für Vollkornbrot aus Weizen- oder Roggenvollkornerzeugnissen. Auch Dinkelbrot muss mindestens 90 % Dinkelerzeugnisse enthalten. Spezialbrote – wie Knäcke-, Mehrkornbrot oder Pumpernickel – müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um unter der jeweiligen Bezeichnung verkauft werden zu dürfen.

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Brot in den Religionen

Bereits in frühen Zeiten war Brot immer auch ein religiöses Attribut: bei den alten Griechen für die Göttin Demeter, zuständig für Ackerbau und Fruchtbarkeit, bei den Römern für die Göttin Ceres (von ihrem Namen wurde das Wort „Cerealien“ abgeleitet), bei den Germanen für Freyr, den Gott der Saat, Ernte und Fruchtbarkeit. Auch im Christentum ist Brot von großer symbolischer Bedeutung. In der Bibel (Johannes, 6,35) bezeichnet sich Jesus selbst als „Brot des Lebens“, das den Leib Christi symbolisiert.

Deutschland ist Brot-Land

Dinkelbrot, Pumpernickel, Knäckebrot – rund 3.000 Brotspezialitäten gibt es in Deutschland. Dabei nicht einberechnet: 1.200 Kleingebäcke wie Semmeln und Brezen. Diese Vielfalt ist weltweit einzigartig. Ein perfektes Brot zu backen, ist eine echte Kunst. Denn Brot ist ein Naturprodukt und somit immer nur so gut wie das Getreidekorn, das für das Mehl verwendet wird. Die klassischen Brotgetreide sind Weizen, Roggen und Dinkel. Die Typenzahl des Mehls gibt übrigens an, wie viel Milligramm Mineralstoffe enthalten sind. 

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Einfach selbstgemacht!

Mit einem einfachen Grundrezept aus Weizenmehl, Hefe, Salz, Zucker und Wasser lässt sich Brot auch in der heimischen Küche schnell und einfach zubereiten. Idealerweise sollten alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Beim Ruhen sollte der Brotteig auf Hefebasis um das Doppelte aufgehen, auf Sauerteigbasis um die Hälfte. Um Risse zu vermeiden, stellt man beim Backen für die ersten 15 Minuten eine feuerfeste Schlüssel mit Wasser in den Ofen. Für eine krosse Kruste sollte der Backofen vorgeheizt werden. Klingt die Brotunterseite beim Klopfen hohl, ist der Brotlaib durchgebacken.

Tipps für die Lagerung

Damit Brot nicht schimmelt sollte es in Töpfen aus Keramik, Holz oder in speziellen Brotsäcken gelagert werden. In beschichteten Papiertüten bleibt das Brot ebenfalls frisch, sollte jedoch nicht zusammen mit salzigen Backwaren aufbewahrt werden. Es empfiehlt sich, Brot stets mit der Anschnittseite nach unten ins Brotgefäß zu legen. Brotkrümel sollten dabei immer gleich entfernt werden, um Schimmelbildung vorzubeugen. Brot gehört auf keinen Fall in den Kühlschrank, lässt sich jedoch portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen.